Biofeedback verstehen - Biofeedbacktherapie gegen Bruxismus, CMD, Nackenschmerzen

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Biofeedback verstehen


Was genau kann und wird passieren, wenn ich „Biofeedback mache“? Wer ein Biofeedbackgerät nutzen oder eine Biofeedbacktherapie beginnen will und das Ganze auch erfolgversprechend angehen will, profitiert erheblich davon den Begriff „Biofeedback“ mit Leben zu füllen.

Der Reiz-Reaktions-Kreislauf

Das grundlegende Prinzip des Biofeedbacks liegt im Erreichen willkürlicher Beeinflussung physiologischer Parameter über den Weg der operanten Konditionierung; auch bezeichnet als Erfolg durch Üben. Hierzu bedient man sich der Messung der infrage kommenden physiologischen Parameter: Dies kann die Atmung sein, der Blutdurchfluss, die Herzrate, die Muskelanspannung usw. Für die gemessenen Werte wird ein bestimmter Wert als sogenannter Schwellwert definiert. Wird dieser Schwellwert unter- oder überschritten, erfolgt eine Rückmeldung dazu.

Das Feedback

Die Art dieser Rückmeldung kann mannigfaltig sein: Ein sich verengender oder weitender Kreis, das Anspielen und Unterbrechen eines Songs, ein Balken, der die Farbe ändert, ein einfacher Ton, der erklingt oder verstummt, leiser oder lauter wird, oder als taktiles Feedback eine Vibration auf der Haut.

Die entsprechende Rückmeldung simuliert in gewisser Weise ein Sinnesorgan: Was vorher unbemerkt blieb, weil wir es weder riechen noch spüren, noch hören können, wird mit einem Mal wahrnehmbar. Die Verengung der Schläfenarterie, kleinste Erhöhungen des Hautleitfähigkeit – noch bevor die Hände schwitzig werden, kleinste Muskelanspannungen etc.

Wahrnehmen und Erkennen

Nun können wir plötzlich lernen, willentlich auf die Veränderung des physiologischen Wertes Einfluss zu nehmen. So wie wir gelernt haben, stehen zu bleiben, wenn die Ampel rot zeigt. Und auch, wieder loszufahren, sobald die Ampel auf Grün springt. Dazu ist es sinnvoll, dass die Veränderung bzw. das Über- oder Unterschreiten eines ggf. kritischen Zustands sofort und unmittelbar zurückgemeldet wird. Nur so können wir auch sofort und unmittelbar darauf reagieren. Bei Biofeedback gegen Bruxismus sowie im Schulter-Nacken-Bereich gibt es allerdings Aspekte, die eine zeitliche Verzögerung der Rückmeldung (als Alarm) unerlässlich machen (siehe Artikel "Biofeedback bei Bruxismus: Das bringt der verzögerte Alarm").

Übertrag in den Alltag

Ist die Wahrnehmung dieser Veränderungen erfolgreich geschult und hat der Patient gelernt, einen Zusammenhang zwischen seinem Handeln und den Veränderungen zu erkennen, kann er durch konsequentes Üben erreichen, diese Veränderungen gezielt, bewusst und willentlich zu beeinflussen. Schließlich – bzw. teils schon parallel zum Üben - werden die durch das Biofeedbacktraining erlernten Strategien in den Alltag übertragen. So kann dann das frühzeitige Erkennen und Wahrnehmen sich anbahnende, dauerhafte Muskelanspannung im Schulter-Nacken-Bereich, der Stirn, der Kaumuskulatur inkl. Schläfen usw. durch bewusstes, aber bereits automatisiertes Entspannen eliminiert werden.
Ein einigermaßen spektakuläres Beispiel für die Möglichkeiten der eigenen Einflussnahme ist sicherlich der Patient, der in der Lage ist, einer sich ankündigenden Migräneattacke mit gezielter Verengung seiner Schläfenarterien zu begegnen.
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Zentrum für assistierte
Biofeedbacktherapie
Zweibrückenstr. 684
84028 Landshut
Tel.: +49 (0) 15122194571

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